22 Juni, 2017 Valerie Adolff

Die Emotionen sind nicht das Problem, sondern wie wir darauf reagieren.

Gefühle verändern Körperfunktionen, messbar.

Die Aalto Universität in Esbo, Finnland hat es im Jahr 2013 an 700 Probanten getestet (hier die Vollversion des Berichtes http://www.pnas.org/content/111/2/646.full.pdf). Die Wahrnehmung der Gefühle entspricht messbaren Körperfunktionen, schreiben die Forscher. So verändern sich bei Angst vor allem Herzschlag und Atmung, was sich schwerpunktmäßig im Oberkörper wahrnehmen lässt. Auch die Muskeln spannen sich dabei an. Wer Angst hat, meint keine Luft mehr zu kriegen, verspürt Enge in der Brust. Bei emotionalem Stress werden Herz und Kreislauf mit Hormonen überflutet. Adrenalin gelangt in die Blutbahn und wirkt auf Herz, Gefäße, Magen und Darm. Noradrenalin verengt kleine Arterien, so dass sich der Blutdruck erhöht. Auf dem beiliegenden Bild kann man erkennen, dass manche Gefühle den Körper eher erhitzen, während andere ihm die Energie bildhaft „entziehen“. Das hat man ja auch schon einmal selbst erlebt. Interessant ist dabei, dass sich die dichtesten Gefühlsstellen im Rumpf nachweisen können. Dabei handelt es sich um ein  interkulturelles Körpergefühl. Die Forscher stellten fest, dass die emotionalen Muster unabhängig vom kulturellen Hintergrund der Probanden auftraten, ob diese aus Nordeuropa oder aus Ostasien stammten.

Gefühle verstecken – das geht nicht.
Werden wir zum Beispiel wütend, so ballen wir meist die Fäuste, „beissen die Zähne zusammen“ und Runzeln die Stirn. Der Forscher Dr. Paul Ekman, dessen Arbeit in der Serie „Lie to me“ bekannt geworden ist, zeigt mit seiner Arbeit auf, dass unsere bewussten oder unbewussten Gefühle immer an die Oberfläche kommen. Er begann schon Ende der 60 Jahre mit der Forschung der Gesichtsmimik und Gestik der Ur-einwohner Papua Neu Guineas auf seiner ersten Expedition. Seinen Ergebnissen zufolge können wir unsere Gefühle gar nicht verstecken, denn unser Gegenüber kann uns diese sogenannten Micro Expressions vom Gesicht ablesen. Fahndern und Detektive trainieren dies, um rauszufinden, ob jemand lügt oder nicht.

Ekman hat sogar gemeinsam mit Dalai Lama einen Atlas der Emotionen erstellt, damit wir mehr Aufmerksamkeit, mehr Ausdrucksmöglichkeiten und damit mehr Ruhe in unsere Gefühlswelt bekommen. (www.atlasofemotions.org)

Gefühlswelten kontrollieren den Stresshaushalt – bis zum Burn-out.

Gefühlswelten im Körper sind in meiner Arbeit ebenfalls wichtig, weil wir Gefühlsausbrüche entweder versuchen zu bremsen, und damit Anspannung und eventuell Schmerzen im Körper hervorrufen können oder aber wir verharren lange in einem Gefühlszustand und kreieren damit fehlende Klarheit, blinde Entscheidungen und nicht klare Reaktionen anderen gegenüber, für die wir uns danach wieder schlecht fühlen und damit wieder in den nächsten Gefühlsherd verfallen. Je länger wir uns diese Ereignisse vor Augen halten, um so grösser wird die Mücke und der Elefant. Und um so mehr Energie verliert unser Körper, weil er den Adrenalin oder Cortisol-Haushalt, der unseren Stresshaushalt kontrolliert, zu lange überspannt. Der Körper kann dadurch zusammenklappen, was man einen burn-out nennen würde. Und im schlimmsten Fall ist die Konfliktsituation der-/desjenigen ja damit auch noch nicht gelöst.

Körperreaktionen erkennen – Anspannung und Überreaktionen stoppen

Mit meiner Arbeit unterstütze ich Menschen dabei, aus dem Kreislauf auszubrechen, Emotionen zu ignorieren, zu unterdrücken oder unerwartet auszubrechen. Du kannst  unter meiner Anleitung lernen, Deine  persönlichen Körperreaktionen in für Dich unangenehmen Situationen kennenzulernen. Dadurch beginnt eine neue und neue wertvolle Körpererfahrung statt der Wiederholung alter Verhaltensweisen . Die neuerlernten Hilfsmittel können anschließend selbstständig effektiv im Alltag eingesetzt werden.

Du lernst die Sprache Deines Körpers besser zu interpretieren, der Situation gemäss zu agieren und alte Lasten loszuwerden. Dein Körper gewinnt mehr Energie und Du persönliche Freiheit.