11 Mai, 2019 Valerie Adolff

Bist Du auf Deinen Körper aufmerksam?

Unser Körper hat die Fähigkeit, sich, dank unserer Sinne, unserer Faszien und Gelenksrezeptoren selbst wahrzunehmen, d.h. er kann dem Gehirn mitteilen, ob wir stehen, sitzen oder in Bewegung sind. Gleichzeitig vermitteln diese Sensoren, wie wir uns fühlen, ob energetisch, müde, schlapp oder gar krank. Diese Fähigkeit macht deshalb Sinn, weil sie unserem Körper hilft, sein Überleben zu sichern.
Unser Körper arbeitet konstant an seiner Selbstregulierung. Sind wir angespannt, dann sucht der Körper nach Möglichkeiten zu entspannen, brauchen wir mehr Luft und tieferes Atmen, dann provoziert uns der Körper zu gähnen oder tief durchzuatmen und zu seufzen. Haben wir uns mental zu sehr angestrengt, dann bekommen wir schon mal Kopfschmerzen und der Körper bittet um Schlaf. Sollten wir zu grosse Mengen, sehr fettig oder säurehaltig gegessen haben, dann spüren wir Unwohlsein im Bauch und wünschen uns ein Heilmittel zum besseren Verdauen.
Die Körperaufmerksamkeit ist ein Ansatz, der uns hilft, unsere Bewegungen, unseren Gemütszustand, unsere Körpersprache besser verstehen zu lernen, damit wir unseren Bedürfnissen Folge leisten.
Leider sind wir nicht immer aufmerksam auf unsere Bedürfnisse. Meist liegt es daran, dass unser Kopf mit mehreren Dingen beschäftigt ist, uns von angelernten Routinen leiten lassen, oder zu wenig Zeit für uns und zum Ausruhen haben. Leider nehmen wir unsere Gesundheit als normal und gegeben an. Erst wenn unser Körper uns signalisiert, dass es so nicht weitergehen kann und erkrankt, dann hören wir erst auf ihn. Je älter wir werden, desto bewusster sind wir uns, dass wir nicht alles mit derselben Energie machen können.
Körperaufmerksamkeit kann man trainieren. Dabei geht es darum, sich bewusst zu beobachten, die Sinne fokusiert einzusetzen, unterschiedliche Atmung für unterschiedliche Momente zu nutzen, uns mit Genuss, Sinnlichkeit und Ausgelassenheit zu bewegen und Anspannung von Entspannung unterscheiden zu lernen.
Die Vorteile eines Aufmerksamkeitstrainings sind:
– Präventiv unseren Körper vor Ungleichgewichten zu schützen
– Muskuläre, meist auch schon chronische Anspannungen abzubauen
– Unser Nerven- und Hormonsystem positiv zu beeinflussen
– Unsere Grenzen und Möglichkeiten besser einschätzen zu lernen
– Ein emotionales Gleichgewicht herzustellen
– Aus einer grauen Stimmung auszubrechen und mehr Neugier zu entwickeln
– Im besseren Einklang mit unserem Umfeld zu leben
– Passende Entscheidungen zu treffen
– Intensivere Kommunikation mit anderen Menschen zu führen
– Mehr Klarheit zu schaffen, was wir wollen statt sollen
– Mehr Genuss und Sinnlichkeit in unser Leben zu bringen
– Den Anforderungen unseres Alltags gerecht zu werden

Wie kann ein solches Training aussehen?
wie schon das Wort Training besagt, handelt es sich um eine wiederholte Aktivität, bei der etwas Neues erlernt werden soll, ähnlich dem Muskelaufbau beim Krafttraining. Je öfter trainiert wird, je schneller erreicht man sein gestecktes Ziel.
Handelt es sich um das Ziel, einen Körperteil zu entspannen oder zu aktivieren, oder den Schmerz zu reduzieren, dann fokussiert sich das Training genau auf diesen Teil. Gilt es jedoch eine persönliche Stärke auszubauen oder bewusster mit der Angst umzugehen, dann wird mit der Aufmerksamkeit auch die körperliche Fähigkeit mit berücksichtigt. Das bedeutet, im Körper zu orten, wo die Stärke oder Angst empfunden wird.
Wie nutzt der Körper diesen Lernprozess?
Je nachdem, wie lange ein köperliches oder emotionales Ungleichgewicht schon besteht, oder wie alt eine Person ist, kann ein Lernprozess kürzer oder länger dauern. Ein Lernprozess trägt immer zum Wohlbefinden bei und auch wenn der Prozess länger dauern sollte, wir spüren eine Verbesserung nach jeder Sitzung. Das Fantastische am Körper ist, dass dieser immer auf sein Überleben eingestellt ist und versucht, dafür ein Minimum an Energie aufzuwenden. Unser Körper ist auch unglaublich lernfähig, das heisst, er kann sich stetig an neue Umstände und Anforderungen anpassen. Somit können wir bewusst unsere Aufmerksamkeit von einem Körperteil zum nächsten leiten und unsere Bewegungen verändern.
Und Du, bist Du auf Deinen Körper aufmerksam?
Empfindest Du wiederholte Anspannung im Körper oder Schmerzen?
In welchem Bereich Deines Lebens bist Du nicht so zufrieden, frustriert oder wünschst Dir eine Veränderung?
Gibt es Menschen in Deinem Umfeld, mit denen Du wiederholt komplizierte Momente erlebst? Was würdest Du am Liebsten anders haben?
Erlebst Du angstvolle Situationen oder kommst Du wenig zur Ruhe?
Melde Dich und wir überlegen uns, welches der folgenden Formate am Besten für Dich passen könnten:
Individuelle Sitzungen: dabei wird ein persönliches Ziel festgelegt.
In Einzelsitzungen werden, durch Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Körperzone, gezielte Bewegungen, Berührung und Atmung erlernt.
Es gibt auch ein Intensivtraining für diejenigen die:
– die zügig lernen und bereits Erfahrung in Körperarbeit haben
– die gut und gerne eigenständig ihre persönliche Entwicklung leiten
– die eine hohe körperliche Intelligenz besitzen
– die gerne schnell einen Einblick in komplexere Zusammenhänge suchen
Gruppensitzungen: in diesem Fall werden die Themen vorgegeben. Die Gruppe wird angeleitet, mit verschiedenen Übungen, Bewegungen und der Atmung jeweils auf ihren Körper aufmerksam zu sein. Dabei können die Übungen mit oder ohne Musik, alleine oder in Paarformationen oder als gesamte Gruppe durchgeführt werden.
Die derzeitigen Themen sind:
– Ein besserer Umgang mit Stress – den Schlüssel findest Du im Körper
– Emotionswelten und wie man Emotionen bewusst nutzen kann
– „Connecting People Lab“ –
ein 8 Wochenprogramm für eine effiziente Zusammenarbeit in Teams
– „Boost your confidence“ für Junge Erwachsene zwischen 18 und 15 Jahren
Gerne biete ich auch Gruppensitzungen auf Anfrage an.